Papst Benedikt XVI.:„In diesem Evangelium treten drei Personen auf: Der Vater und die beiden Söhne. Aber hinter diesen Personen kommen zwei recht verschiedene Lebensentwürfe zum Vorschein. Beide Söhne leben in Frieden, sind sehr wohlhabende Landwirte, haben daher genug zum Leben, ihre Produkte verkaufen sich gut, es scheint ein gutes Leben zu sein.

Dennoch findet der jüngere Sohn mit der Zeit dieses Leben langweilig, unbefriedigend: Das – denkt er – kann nicht das ganze Leben sein: Tagtäglich aufstehen, wahrscheinlich um 6 Uhr früh, dann, wie es die Tradition Israels verlangt, ein Gebet sprechen, eine Lesung aus der Bibel und am Ende des Tages wieder ein Gebet. So geht es Tag für Tag. Er denkt: Nein, das Leben ist mehr, ich muss ein anderes Leben finden, in dem ich wirklich frei bin, tun kann, was mir gefällt; ein Leben, frei von Disziplin von diesen Regeln der Gebote Gottes, der Anordnungen des Vaters; ich möchte allein ich selbst sein und das ganze Leben, mit all seinen Schönheiten, vollständig für mich haben. Jetzt hingegen ist das Leben nur Arbeit…

Und so beschließt er, sein ganzes Vermögen zu nehmen und fortzugehen. Der Vater ist sehr respektvoll und großzügig und respektiert die Freiheit des Sohnes: Er muss seinen Lebensentwurf selbst finden. Und der Sohn zieht fort in ein fernes Land, wie es im Evangelium heisst. Wahrscheinlich fern in geographischer Hinsicht, weil er eine Veränderung sucht, aber auch innerlich fern, weil er ein völlig anderes Leben haben will. Seine Vorstellung ist jetzt: Freiheit, tun, was schön ist, was mir gefällt, das Leben in seiner ganzen Schönheit und Fülle besitzen.

Und zuerst – wir können vielleicht annehmen, für einige Monate – geht alles glatt: Er findet es schön, endlich zum Leben gelangt zu sein, er fühlt sich glücklich. Aber dann empfindet er mit der Zeit auch hier die Langeweile, auch hier ist es immer dasselbe. Und am Ende macht sich da eine immer unheimlichere Leere bemerkbar; immer stärker wächst das Gefühl, dass dies noch nicht das Leben ist; ja, je länger diese ganze Situation andauert, um so weiter entfernt sich das Leben. Alles wird leer: Auch jetzt stellt sich wieder die Sklaverei ein, immer dasselbe tun zu müssen. Und am Ende ist auch das Geld aufgebraucht, und der junge Mann findet, das sein Lebensniveau unter dem der Schweine liegt.

Nun beginnt er nachzudenken und fragt sich, ob das wirklich der Weg des Lebens war: eine Freiheit, die von ihm in dem Sinn ausgelegt wurde, zu tun, was er will und das Leben nur für sich allein zu leben; oder ob das Leben statt dessen nicht vielleicht eher darin bestünde, für die anderen zu leben, zum Aufbau der Welt und zum Wachstum der menschlichen Gemeinschaft beizutragen… So beginnt für ihn der neue Weg, ein innerer Weg. Der junge Mann denkt nach und erwägt alle diese neuen Aspekte des Problems und beginnt zu sehen, dass er zu Hause viel freier war, da auch er Besitzer war, zum Aufbau des Hauses und der Gesellschaft in Gemeinschaft mit dem Schöpfer beitrug, den Zweck seines Lebens kannte und den Plan erahnte, den Gott für ihn hatte. Auf diesem inneren Weg, in diesem Heranreifen eines neuen Lebensplanes erlebt der jüngere Sohn dann auch den äußeren Weg und bricht auf, um zurückzukehren, um mit seinem Leben neu zu beginnen, denn er hatte nunmehr begriffen, dass er mit dem Weg, den er eingeschlagen hatte, auf dem falschen Gleis war. Er sagte sich: Ich muss neu starten, mit einem anderen Konzept, ich muss neu anfangen.

Er kommt zum Haus des Vaters, der ihm seine Freiheit gelassen hatte, um ihm die Möglichkeit zu geben, innerlich zu verstehen, was es heißt, zu leben und nicht zu leben.

Der Vater umarmt ihn mit seiner ganzen Liebe und läßt für ihn ein Fest vorbereiten; mit diesem Fest kann sein Leben neu beginnen. Der Sohn begreift, dass gerade die Arbeit, die Demut, die Disziplin eines jeden Tages das echte Fest und die echte Freiheit hervorbringen. So kehrt er innerlich gereift und geläutert nach Hause zurück: Er hat verstanden, was es bedeutet zu leben. Sicherlich wird auch in Zukunft sein Leben nicht leicht sein, die Versuchungen werden wieder auftauchen, aber er ist sich jetzt voll dessen bewusst, das ein Leben ohne Gott nicht funktioniert: Ohne Gott fehlt das Wesentliche, fehlt das Licht, fehlt der Grund, fehlt der große Sinn des Menschseins. Er hat verstanden, dass wir Gott nur aus seinem Wort erkennen können. Der junge Mann erkennt, dass Gottes Gebote keine Hindernisse für die Freiheit und für ein schönes Leben darstellen, sondern den Weg anzeigen, den man gehen muß, um das Leben zu finden. Er sieht ein, daß auch die Arbeit, die Disziplin, der Einsatz nicht für sich se
lbst, sondern für die anderen das Leben reicher werden lassen. Und gerade diese Mühe, sich in der Arbeit einzusetzen, verleiht dem Leben Tiefe, weil man die Befriedigung darüber erfährt, zum Wachstum dieser Welt, die freier und schöner wird, beigetragen zu haben.“

 

Nur der Glaube an Christus, die bewusste Hingabe an ihn, macht es uns möglich, freie Menschen zu werden.

Nochmals Papst Benedikt XVI.: Wir müssen begreifen, was Freiheit ist und was bloß der Schein von Freiheit ist. Die Freiheit, so könnten wir sagen, ist ein Sprungbrett, um in das unendliche Meer der göttlichen Güte hineinzuspringen; sie kann aber auch zu einer schiefen Ebene werden, auf der wir zum Abgrund der Sünde und des Böses hin abrutschen und damit auch die Freiheit und unsere Würde verlieren.“

Diese Freiheit hatte
Marilyn Monroe
nicht gefunden, so wie ihr dritten "Ehemann", Arthur Müller, entscheidenen sagte:
"Wir hatten es beide nicht geschafft, die Zauberformel zu finden, die das Leben des anderen hätte verändern können."
U
nd diese gemeinte "Zauberformel" die der Ehemann suchte, ist Gott.

Warum konnten sie diese gemeinte "Zauberformel", denn Sinn des Lebens nicht finden?
Weil sie vollgepumpt waren mit den Gedanken von Erfolg, Reichtum und Sex-Erotiklust.
Darum, mache dich heute noch auf, und fange an Gott zu suchen.


 

Papst Benedikt XVI.: "Wache auf! Erinnere dich daran, dass Gott kommt! Nicht gestern, nicht morgen, sondern heute, jetzt! Er ist ein Vater, der nie aufhört, an uns zu denken, und der mit äusserster Achtung unserer Freiheit wünscht, uns zu begegnen und zu uns zu kommen; er will in unsere Mitte kommen und unter uns wohnen, er will bei uns bleiben."

 


Wir wollen noch tiefer in das Geheimnis Gottes eindringen; das heisst, wer ist überhaupt Gott und was geschieht nach dem Tod? Was ist unsere Hoffnung?

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